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Q&A Direct Payment für Admin/Standortverwalter

Veröffentlicht am
May 3, 2024

Q1: Wie funktioniert das Direct Payment an meinen Ladepunkten?

Nach einem einmaligen Registrierungsprozess bei unserem Zahlungsdienstleister Stripe und dem Hinterlegen eines Preises pro kWh inkl. Gebühren, kann die Funktion bereits verwendet werden. Ihre Kunden können den QR-Code scannen und über eine Eingabemaske ihre Zahlungsinformationen hinterlegen und den Ladevorgang starten. Beendet der Gast den Ladevorgang, wird ihm der Betrag in Höhe der geladenen Strommenge und Ihrem hinterlegten Preis inkl. Steuern in Rechnung gestellt.

Q2: Welche Zahlungsmethoden kann ein Gast nutzen?

Aktuell bieten wir die Zahlung mittels aller gängigen Kredit- und Debitkarten an.

Q3: Wie erhält der Gast eine Rechnung?

Nach Beendigung des Ladevorgangs erhält der Gast automatisch eine Rechnung an die von ihm hinterlegte E-Mail Adresse. Zusätzlich erhält er einige Zeit später die Dokumentation über den eichrechtskonformen Ladevorgang.

Q4: Kann ich die Preise festlegen?

Ja, Preise können pro kWh frei von Ihnen gewählt werden. Wurde ein Ladevorgang gestartet, gilt der Preis, der vor dem Starten hinterlegt wurde.

Q5: Welche Gebühren entstehen?

Durch das Business+ Paket stellt ChargeX keine weiteren Fixkosten in Rechnung. 

Es fallen lediglich transaktionsabhängige Gebühren an, die maßgeblich durch den Zahlungsdienstleister Stripe bestimmt werden.

Diese setzen sich aus einem Fixbetrag und einer umsatzabhängigen Komponente zusammen. Die Gebühren werden von der gezahlten Gesamtsumme einer Transaktion abgezogen.

Die Plattform- und Transaktionsgebühren liegen derzeit bei 0,25€ + 5% des Transaktionsvolumens pro Transaktion.

Beispielrechnung: 

0,50€ pro kWh → 40kWh = 20€ 

0,25€ für Rechnungsdokument + 0,10€ variabel 

→ Ausgeschüttet werden 19,65€

Q6: Was passiert, wenn ein Ladevorgang während der Ladung unterbricht?

Das System registriert den abgebrochenen Ladevorgang und stellt dem Kunden die geladene Menge in Rechnung. Der Ladevorgang muss ab diesem Moment neu durch den Kunden gestartet werden.

Q7: Kann ich Geld einem Gast zurückerstatten?

Ja, über Ihren Account bei Stripe können Sie gezahlte Gelder erstatten.

Dabei behält sich Stripe vor die gezahlten transaktionsabhängigen Gebühren einzubehalten.

Q8: Wie kann ich mir das Geld ausbezahlen?

Über Ihren Stripe Account können Sie eine einmalige Ausschüttung veranlassen oder die Beträge automatisiert auf Ihr Bankkonto überweisen lassen. Voreingestellt ist eine wöchentliche Auszahlung der Beträge

Q9: Kann ich dem Gast erneut eine Rechnung zur Verfügung stellen?

Ja, über Ihren Stripe Account können Sie Rechnungen erneut exportieren und versenden.

Q10: Was mache ich, wenn ein Gast die Rechnung nicht zahlt?

Vor jedem Beginn eines Ladevorganges werden die Zahlungsdaten des Kunden überprüft und ein Betrag auf dem Zahlungsmittel temporär blockiert. Somit wird verhindert, dass ein Kunde ohne zu zahlen einen Ladevorgang durchführen kann. Sollte es dennoch zu einem Zahlungsausfall kommen, gelten die AGBs von Stripe zur Einholung des fälligen Betrags.

Q11: Was bedeutet “geblockter Betrag” beim Zahlungsvorgang?

Um sicherzustellen, dass das hinterlegte Zahlungsmittel ausreichend gedeckt ist, wird ein dynamischer Betrag abhängig Ihres kWh-Preises temporär geblockt.

Q12: Was mache ich, wenn die Ladestation nicht funktioniert?

Versuchen Sie zuerst über das Dashboard einen System-Neustart. Sollten weiterhin Probleme bestehen, kontaktieren Sie bitte: support@chargex.de

Q13: Was passiert, wenn eine Ladevorgang unter 0,50 € abgebrochen wird?

Stripe bearbeitet Transaktionen erst ab einem Betrag von 0,50€. Sollte die Transaktionssumme unter diesem Wert liegen, findet keine Abrechnung statt und es fallen auch keine Transaktionsgebühren an.

Q14: Der Kunde sagt, dass sein Auto nicht lädt. Was kann es sein?

Grundsätzlich aktualisiert sich die Weboberfläche des Direct Payment Nutzers alle 5 Minuten.

Außerdem verteilt das sequentielle Lastmanagement des ChargeX Aqueducts im 15 Minuten Takt rollierend die vorhandene Energie. Es kann somit vorkommen, dass es geraume Zeit dauert, bis der Direct Payment Nutzer an der Reihe ist und sich somit die geladene kWh-Menge in der Weboberfläche ändert.

Q15: Werde ich zum Energieversorger, wenn ich das Direct Payment meinen Gästen anbiete?

Die Abgabe von Strom durch einen Ladepunkt führt nicht zur Klassifizierung als Energieversorger nach EnWG und Stromsteuergesetz.

Zum Stromversorger wird jener, der zu geschäftsmäßigen Zwecken Strom an Letztverbraucher vertreibt.

Nach EnWG wird allerdings bereits der Strombezug des Ladepunktes selbst als Letztverbraucher eingestuft. Somit ist der Betreiber bzw. der Ladepunkt bereits Letztverbraucher und nicht der Nutzer des Ladepunktes. Wir befinden uns in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich geltendes Recht kontinuierlich verändert. Insofern sind diese Angaben ohne Gewähr.

Q16: Werde ich zum Betreiber einer öffentlichen Ladesäule, wenn ich das Direct Payment anbiete:

Auszug aus der Dritten Verordnung zur Änderung der Ladesäulenverordnung (LSV):

Durch die Anpassung der Definition für die öffentliche Zugänglichkeit im Rahmen der zweiten LSV Novelle wird nun klargestellt, dass keine physischen Barrieren wie z. B.Poller oder Schranken erforderlich sind, um den Ladepunkt als nicht öffentlich zugänglich einzustufen. 

Es genügt, wenn der Betreiber den Zugang zum Ladepunkt mit Hilfe einer deutlich sichtbaren Beschilderung oder Kennzeichnung auf einen klar abgrenzbaren, bestimmten Personenkreis beschränkt. 

Unter einem individuell bestimmten Personenkreis sind Personen zu verstehen, die dem Betreiber regelmäßig namentlich bekannt sind oder die der Betreiber bei Bedarf individuell identifizieren kann. Dies ist typischerweise bei einer Mitgliedschaft, einer Anmeldung oder Registrierung sowie bei einem Arbeitsverhältnis der Fall. Als Beispiele seien hier Ladepunkte auf Besucherparkplätzen von Firmen,Arztpraxen oder Hotels zu nennen.

Q17: Müssen meine Ladepunkte einen eichrechtskonformen Zähler besitzen, wenn ich die Direct Payment Funktion nutzen möchte?

Ungeachtet der LSV muss bei nicht privater und nicht innerbetrieblicher Abgabe von Strom das Mess- und Eichrecht eingehalten werden.

Sobald Strom an Dritte verkauft wird, muss das Mess- und Eichgesetz eingehalten werden.

Entsprechend sind Sie verpflichtet einen Ladepunkt zu verwenden, der einen geeichten Zähler besitzt.